Was am schlimmsten ist, ist die fehlende Auswahl an Alternativen. Da es sich um eine globale Krise handelt, gibt es weder andere Märkte noch Anlageklassen für das Ersparte oder zu sparende. Umso mehr ist der Anleger in dieser Situation selbst gefordert. Als Anleger muss ich mir wirklich die Frage stellen: Wer hat mich wie beraten und wurde das erreicht was ich ursprünglich wollte? Hätte ich besser beraten werden können? Die kundenorientierte Finanzanalyse ist bei den meisten institutionellen Beratern noch keine Realität. Auslöser der Finanzkrise waren Banken. Sie haben systematisch Produkte entworfen die sie zuerst untereinander gehandelt haben und die dann an die privaten Anleger gebracht werden sollten. Der Erfolg von solchen Finanzprodukten ist, dass sie unsere Gewinnphantasie anregen. Zu beachten ist der zweite Wortteil: “unsere Gewinnphantasie anregen”. Damit wurden Vertriebsziele erfüllt, Provisionen erzielt und Bonizahlungen in Milliardenhöhe eingestrichen. Da kann man als Verbraucher nur hoffen, dass die Gewinnspannen der Großbanken ein wenig sinken, die Zinsen der Verbraucher können es ja fast nicht mehr. Immer neue und komplexere Finanzprodukte dienen den Instituten und nicht uns Kunden. Jetzt muss jeder selber entscheiden, mache ich weiter mit der produktbezogenen Geldanlage oder ändere ich die Strategie. Mit einer systematischen Finanzanalyse ist man immer besser beraten. Denn weiter machen muss man als Anleger. In 2011 werden wir laut statistischem Bundesamt eine Inflation von durchschnittlich 2,4 % haben. Tendenz steigend. Ziehen Sie noch die Abgeltungsteuer ab, dann macht eine Tagesgeldanlage nicht immer Sinn. Also braucht man eine bessere Strategie. Am besten von jemandem, der neutral ist.
Ergänzend kann ich aber Albert Einstein aufführen, vielleicht wird der Beitrag ja auch von einem Politiker gelesen: “Probleme kann man niemals mit der gleichen Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind!”
NOV

